Tino Oac – Produzent, Engineer, Songwriter und ist seit 1998 Sänger bei den Söhnen Mannheims…

Hallo liebe Musikfreunde !

Ich erlaube mir euch ein wenig über meine Arbeitsweise, mein Studiosetup und über meine musikalischen Vorlieben zu berichten. Vorab… ich bin selbst Musiker und von daher steht die Musik bzw. der Künstler, die Band für mich 100%ig im Vordergrund. Die Technik in meinem Studio ist für mich "nur" Mittel zum Zweck, wohl ein sehr aufregendes und wichtiges Element, aber trotzdem sekundär wichtig. Ich konzetriere mich mehr auf den Künstler und dessen Ziele und Vorstellungen, anstatt die Hälfte der Zeit der Technik zu widmen.

Natürlich gibt es einige Studiotools auf die ich nicht verzichten möchte...

Ein analoges Mischpult ist für mich eines der wichtigsten Gerätschaften in meiner Regie , der Mittelpunkt des Sounds sozusagen. Hier entscheidet es sich dann, ob aus allen einzelen Spuren und allen dazugehörigen Komponenten ein stimmiger Song entsteht. Eine gute, intakte Analogkonsole bzw. analoges Equipment klingt für mich einfach eindeutiger und lebendiger als die meisten digitalen Desks oder Plugin´s. Auch im Mix erweisen sich „echte“ Regler und Schieber als wesentlich musikalischer und dynamischer als eine Computermaus oder kleine Controller.

Natürlich verzichte ich nicht auf die Vorzüge der digitalen Welt… Ich arbeite mit Cubase 5 in Verbindung mit 3x RME Digiface, gewandelt wird über RME Pro Wandler.

Zum Schluss noch zu meinen musikalischen Roots und Vorlieben.

Aufgewachsen bin ich mit Klassik, viel Motown und später dann mit 70´ (Hippie)Rock. Durch diese Prägung stehe ich wohl grundsätzlich mehr auf traditionell (Hand)gemachte Musik.

Das heißt … Ich recorde z.B. viel lieber ein echtes Drumset, anstatt in der Kiste sämtliche Instrumente zu programmieren.

Mit Samples zu arbeiten hat natürlich auch seinen Reiz, aber 4 oder 5 Typen im Aufnahmeraum rocken zu sehen und natürlich zu hören, übertrifft jegliche computerorientierte Herangehesweise in allen Bereichen !

Ich saß am Anfang manchmal 20 Stunden vorm PC und hatte keine Möglichkeit Drums etc. real zu recorden, da bleibt einem natürlich nichts anderes übrig, als sich die Finger am Midikeyboard wund zu hauen.

Gott sei dank habe ich mittlerweile andere Möglichkeiten um mich musikalisch auszutoben... :-)

Aber gerade diese ersten Schritte waren sehr wichtig , da ich mit sehr wenig und noch dazu schlechtem Equipment ebenfalls einen Weg finden musste, um das zu transportieren was der Song ausdrücken sollte. Es dauerte natürlich unfassbar lang und ich erreichte nie exakt das was ich mir eigentlich so vorstellte, aber es entstanden dadurch andere Erfahrungswerte, andere Sichtweisen... man beschränkte sich mehr auf den eingentlichen Song und kommt nach langen Umwegen, etwas verspätet :-) auch an ein akzeptables Ziel.

Durch die " Suche" nach Lösungen etc. lernte ich erstmal (damals noch Logic) meine Software 100%ig kennen und beherrschte diese nach kurzer Zeit fast blind.

Erst 2 Jahre später versuchte ich mich zum ersten mal im recorden eines Schlagzeuges.

Außerdem hatte ich vorher weder eine passende Räumlichkeit noch das benötigte Equipment...

Zu diesem Zeitpunkt musste ich mir über bestimmte Software-Vorgänge keine Gedanken mehr machen. Somit konnte ich mich zu 100% dem Thema "Wie recorde ich eine Band so dass diese auch danach klinkt" widmen

bzw. dass diese so klingt wie ich mir das vorstelle.

Denkt bitte daran... Desto besseres Equipment ihr benutzt, desto weniger Ausreden liegen euch noch parat :-)

Im Allgemeinen verschließe ich mich aber vor "fast" keiner Musikrichtung, ich höre und produziere alles was mich anmacht und was irgendwie spannend werden könnte. Einfach gesagt... ich muss einfach spüren, dass ich mit meinem Wissen und meinem Taste irgendwas zu den Songs des Künstlers beisteuern kann, welchen Namen die jeweilige MUSIK(richtung) trägt, ist mir völlig egal !!!

Viele liebe Grüße

Tino Oac

Mehr Infos zu Tino Oac findet ihr auf folgenden Seiten :

www.oacproduction.com

www.tinooac-photography.de

www.soehnemannheims.de

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